Karolin Buckl

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Der Künstler Paul Klee

| 1 Kommentar

Der in Bern im Jahre 1879 geborene Künstler Paul Klee  hatte Musikereltern und war selbst ein talentierter Geiger. Doch die Liebe zur Malerei siegte zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Paul Klee zählt mit seinem umfangreichen Werk nicht nur zu den beliebtesten, sondern auch zu den facettenreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine Arbeiten reichen von berühmten Gemälden und Grafiken bis hin zu Glasmalerei und Handpuppen. In seinen Werken ist Gegenständliches ebenso zu finden wie reine Farbsetzungen oder kombinierte Maltechniken. In der Gestaltung seiner Landschaften war Paul Klee sehr erfindungsreich.

In sein Tagebuch notiert er:

“Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer, ich weiß das. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler. […] Ich will die Wirklichkeit durch die Malerei sichtbar machen.”

Paul Klee will Zeit seines Lebens Bilder malen, die von sich aus sprechen. Er will, dass die Bilder durch Farbe, Formen und Linien kommunizieren. Das sind Klees Visionen, das ist Klees Ziel.

Seiner Zeit voraus wird er aufgrund seiner Äußerungen zu den eigenen Werken scharf kritisiert und mit dem Vorwurf der “kindlichen Malerei” abgewertet. Erst nach seinem Tode versteht man, was Paul Klee unter “Wirklichkeit” versteht. Reduziert auf das, was das Auge scharf sieht, reduziert auf die Lebendigkeit eines Bildes und seiner Farben. Das war für ihn das was das Auge sieht. Es ist nicht das, was der Mensch als solches beobachtet. Reduktion von Komplexität, beschränkt auf Farbe, um die Möglichkeit einer neuen und eigenen Wirklichkeit zu haben. Paul Klee überlässt dem Betrachter weniger Spielraum zur Interpretation als andere Künstler seiner Zeit, indem er jedem seiner Bilder einen eindeutigen Namen gibt.

Sein Malstil lässt sich keiner bestimmten Kunstrichtung zuordnen. Paul Klee war eng mit dem Konstruktivismus und dem Bauhaus verbunden. Es lässt sich nur wenig Figürliches in seinen Bildern erkennen. Typisch für Paul Klee ist das “Kleinformat” seiner Bilder. Seinen Karrierebeginn verdankt er seinen Aquarellen und grafischen Arbeiten. Einschneidend für seine weitere Schaffensphase war der Schritt zur Farbe, den er einem Artikel des Künstlers Robert Delaunay zu verdanken hat.

Überraschenderweise veränderte sich sein Malstil nach dem Einsatz im Ersten Weltkrieg drastisch ins fröhliche. Den herben Zeichnungen der vergangenen Jahre setzte er eine heitere, märchenhafte Atmosphäre entgegen. Besonders schön finde ich sein Werk “Oceanische Landschaften” welches 1929 enstand, sehr wenig von Klees typischer quadratischen Strenge hat und wunderbar als moderne Textildesign-Vorlage verwendet werden könnte.

Ein Kommentar

  1. Liebe Karo

    Ich habe erst heute deinen Text auf der Page gelesen. Warum gibt es denn keine sonstigen Kommentare zu deiner Klee-Kurzbio?
    Interessant, du liebst Klee und scheinst auch über seine Arbeiten Bescheid zu wissen. Ich liebe Klee auch und beschäftige mich mit seiner Kunst seit Jahren. Machst du Führungen in München?
    Gruss Manuela
    (aus dem Engadin, Schweiz)

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